MWS Löschenkohl Motorenwerk
Schönebeck GmbH

Ihr Partner rund um Dieselmotoren, Anlagen und Fahrzeuge

Auf dieser Seite möchten wir ein kleinen Einblick in unsere Firmengeschichte und Entwicklung geben.

Dabei erheben wir natürlich keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Dieser Teil der Seite wird aus Spaß an der Sache betrieben, nur während unserer Freizeit ausgebaut und gepfelgt und unterliegt somit ständiger Veränderung und Weiterentwicklung.

Wir sind bestrebt Ihnen hier in groben Zügen unsere Firmengeschichte näher zu bringen.
Auch würden wir uns freuen, wenn ehemalige Dieselmotorenwerker uns nette Geschichten
oder Bilder aus ihrer Zeit im Dieselmotorenwerk Schönebeck zukommen lassen würden, welche dann unsere kleine Historie abrunden.

Beginnen möchten wir mit den ersten 40 Jahren der Firmengeschichte von 1946 - 1986.
Zu diesem Zweck greifen wir überwiegend auf eine Abschrift der 1986 erschienene Festschrift des Dieslmotorenwerkes Schönebeck zurück.
Diese haben wir auch in ihrem O-Ton belassen. Die ersten 40 Jahre der Entwicklung des Dieselmotorenwerks Schönebeck waren ja vom Sozialismus geprägt und daher passt die gegebene Wortwahl eben auch ganz gut.

Zitat:

Vorwort zur Betriebsgeschichte
Am 6. September 1986 begehen wir Motorenbauer aus Schönebeck ein besonderes Jubiläum. Vor nunmehr 40 Jahren und damit kurz nach der Zerschlagung des Hitlerfaschismus in Deutschland, gingen die „Aktivi­sten der ersten Stunde" unter der Leitung und mit der Hilfe unserer sowjetischen Freunde daran, einen Be­trieb des Maschinen- und Motorenbaus aufzubauen. Zu einem Zeitpunkt, da überall in Deutschland Hun­ger und Not herrschten, sich der Lebenswillen der Be­völkerung in den zerschlagenen Städten neu zu regen begonnen hatte und Antifaschisten nach den ersten demokratischen Wahlen die Staatsmacht in den Dör­fern und Städten, Kreisen und Ländern übernahmen, als die Werktätigen, unterstützt von sowjetischen Men­schen, an den Wiederaufbau ihrer zerstörten Arbeits­plätze gingen, um die Not zu überwinden und eine neue Friedenswirtschaft aufzubauen, wurde am 6. Sep­tember 1946 unter der Leitung sowjetischer Fachleute ein neuer Betrieb auf dem Gelände der ehemaligen enteigneten Preußischen Bergwerks- und Hütten-AG unter dem Namen
Sowjetische Aktiengesellschaft Gerätebau Schönebeck (Elbe)
gegründet. Unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei stellten Fach­arbeiter und Spezialisten auf den vielfältigsten Ge­bieten ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und Können dem sozialistischen Aufbau dieses Werkes zur Verfügung. Maschinen und Einrichtungen, die zuvor der Kriegs­wirtschaft gedient hatten, wurden zum Grundstein des Neubeginns. Fleißige und verantwortungsvolle Arbeit, Disziplin und treue Pflichterfüllung der Betriebsange­hörigen waren notwendig, um bestehende Schwierig­keiten zu überwinden, um die gestellten Aufgaben zu erfüllen.
Am 1. Januar 1954 wurde der Betrieb, entsprechend den Vereinbarungen zwischen der Regierung der Sowjetunion und der Regierung der Deutschen Demo­kratischen Republik, als einer der letzten 33 Betriebe, die in dem Beschluß der Volkskammer genannt wur­den, in die Hände des Volkes zurückgegeben. Der Betrieb wurde dem Ministerium für Maschinenbau, Hauptabteilung Automobilbau, unterstellt und erhielt den Namen

VEB Gerätebau Schönebeck

und ab 1. Januar 1955 den Namen

VEB Dieselmotorenwerk Schönebeck.

Mit der Übergabe des Betriebes in die Hände des Volkes begann ein neues Kapitel in unserer Arbeit, und es wurden die Grundlagen für den heutigen modernen und leistungsfähigen Motorenbau im Kom­binat Fortschritt Landmaschinen geschaffen.
Wie zu jener Zeit in der Geschichte unseres Betriebes bauen wir auch heute auf ein hochqualifiziertes und in der Arbeit erprobtes Stammkollektiv mit jahrelan­ger Betriebszugehörigkeit. Aber auch unsere Jugend­lichen setzen, angespornt durch unsere Arbeiterpartei, an der Seite der älteren Kollegen, das mit Elan fort, was diese einst begannen. Mit Stolz und Achtung vor den Leistungen der Werktätigen können wir heute zurückschauen auf eine erfolgreiche Bilanz unseres 40jährigen Wirkens zum Wohle unserer sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik und unseres Volkes.
In den vergangenen 40 Jahren hat sich unser Betrieb einen guten Namen in der Welt erworben. Weit über 300000 Dieselmotoren in den verschiedensten Lei­stungsklassen wurden in diesen Jahren in unserem Betrieb hergestellt. Sie trugen wesentlich zur mate­riell-technischen Basis der sozialistischen Wirtschaft unserer Republik und der sozialistischen Bruderlän­der bei. Ob in Mähdreschern, in Traktoren, Feld­häckslern, Krane, Straßenbaumaschinen und Boots­antriebe, Bagger oder für stationäre Zwecke u. a. m. angewendet, die Motoren zeugen in unserem Land und in über 40 Staaten aller Klimazonen der Erde vom Fleiß und Können der Motorenbauer aus Schöne­beck und demonstrieren zugleich die Leistungsfähig­keit der Volkswirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik.
Die Verleihung des Ehrenbanners des ZK der SED aus Anlaß des X. Parteitages, die zweimalige Aus­zeichnung mit dem Banner der Arbeit und die Ehrung mit der Wanderfahne des Ministerrates der DDR und des Bundesvorstandes des FDGB zeugen, stellvertre­tend für die vielen Auszeichnungen und Ehrungen in den 40 Jahren, von der Initiative und Schöpferkraft unserer Werktätigen. Diese Ehre und Anerkennung ist zugleich Verpflichtung, geführt von der Parteiorga­nisation des Betriebes, die großen Aufgaben, die uns der XI. Parteitag der SED stellte, zu verwirklichen.
Mit der Vereinigung des Betriebes VEB Traktoren­werk Schönebeck und unserem VEB Dieselmotoren­werk Schönebeck zu einem Großbetrieb im Kombinat Fortschritt Landmaschinen am 1. Januar 1985 ist unser Ziel für die kommenden Jahre umrissen. Neben der Sicherung und Steigerung der Produktion unserer Serienerzeugnisse konzentrieren sich die Motoren­bauer auch auf die Entwicklung und Produktion von neuen Motorengenerationen. Wie bisher bauen wir auch in Zukunft auf die große Kraft unseres Kollek­tivs, auf die vielen klugen Gedanken und Ideen, auf den Fleiß und die Beharrlichkeit jedes einzelnen. Wir werden das in uns gesetzte Vertrauen rechtfertigen und auch weiterhin ein geachteter verläßlicher Part­ner der Volkswirtschaft bleiben.
Wir danken allen Arbeitern, Angestellten und Ange­hörigen der Intelligenz für ihre ständige Einsatzbereit­schaft und bisher geleistete Arbeit. Gemeinsam wer­den wir unser Ringen um höhere Ziele unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei fortsetzen zum Wohle unserer Werktätigen, zur Stärkung unseres sozialistischen Staates und zum Ruhme unserer kommunistischen Sache

Dank den Genossen

Im Ringen um die Lehren aus der Vergangenheit, in kameradschaftlicher Zusammenarbeit bei der Durch­führung der lebenswichtigen und notwendigen Maß­nahmen und gegen den Widerstand der rechten Füh­rer der SPD, wurde als notwendige Konsequenz die Vereinigung von KPD und SPD auf marxistisch-lenini­stischer Grundlage vollzogen und am 21. April 1946 die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands gegrün­det
Es war ein geschichtlicher Augenblick, als Wilhelm Pieck im Namen der KPD und Otto Grotewohl im Namen der SPD durch einen Händedruck die Einheit der deutschen Arbeiterklasse besiegelten. Die geeinte Kraft der Arbeiterklasse schuf günstige Bedingungen für unseren wenige Monate später am 6. September 1946 gegründeten Betrieb. Das feste Bündnis aller antifaschistisch-demokratischen Kräfte des Volkes und das Programm der SED von 1946 zeigte den Aktivisten der ersten Stunde in unserem Betrieb genauso wie allen Bürgern des Landes den Weg von der Kata­strophe des Hitlerfaschismus in ein menschenwürdiges Leben in Frieden und Freiheit
Unter schwersten Bedingungen, aber immer ein Leben in Frieden und Freiheit vor Augen, wurde Unmög­liches möglich gemacht. Ob Aufräumungsarbeiten, die Beschaffung und Reparatur von Werkzeugmaschinen, die Beschaffung von Werkzeugen und Material oderdie Schaffung der Produktionsstätten und Sozialein­richtungen, durch manches Mal sagenhaft wirkende Initiativen der Genossen und Aktivisten der ersten Stunde und unter der Anleitung und mit Hilfe der sowjetischen Genossen wurde es geschafft
Wenn sich unser Werk, trotz aller Anfangsschwierig­keiten, von Jahr zu Jahr zu einem zuverlässigen Part­ner unserer Volkswirtschaft entwickelte, so drückt sich darin das Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen sowjetischer und deutscher Menschen aus.
Ziehen wir heute Bilanz, so zeigt uns die Rückschau, daß unser Betrieb, fast so alt wie unsere Parteiorga­nisation, vom ersten Tag an bemüht war, durch poli­tische und volkswirtschaftliche Initiativen die allseitige Stärkung unseres Staates stets voranzutreiben.
Zu den Aktivisten der ersten Stunde gehörten 1946 etwa 20 Genossinnen und Genossen — bei einer Be­legschaftsstärke im damaligen SAG-Betrieb von rund 300 Beschäftigten. Stellvertretend für diese sollen hier einmal die Genossinnen Ladebeck, Hildebrandt die Genossen Hinkel, Walter Tietzel, W. Schröder, Thum, Hoppe genannt werden.
Wenn der Aufbau unseres Betriebes unter den dama­ligen Verhältnissen zügig vor sich ging, so war das nur möglich durch die großzügige Hilfe unserer sowje­tischen Freunde. Sie halfen aber auch unserer jungen
Betriebsparteiorganisation in der politisch-ideologi­schen Arbeit die ersten Schritte zu tun. um zielstrebig voranzukommen. Gerade unsere Genossen waren es, die sich als erste die Losung zu eigen machten:

«Erst mehr arbeiten und dann mehr essen!"

Sie waren die Schrittmacher und Initiatoren der durch die Leistung des Bergmannes, Genossen Adolf Hennecke, 1948 ins Leben gerufenen Aktivistenbewegung.
Der Parteisekretär, Genosse Heinz Nessau, konnte der sowjetischen Generaldirektion neben dem Aktivistenplan 1948 Normerhöhungen auf freiwilliger Basis von 60 bis 185 Prozent vorlegen. Zu den Aktivisten des Zweijahresplanes zählten die Genossen Hildebrandt, Schönian, Tietzel, Kompa, Diehme, Bauer und Schorn. Seit 1949 vervollkommnen die Genossen der BPO ständig ihr politisches Wissen im Parteilehrjahr und führen ihre politisch-ideologische Arbeit unter Führung der BPO.

1976 bestand unsere BPO aus über 500 Genossinnen und Genossen, die alle über ein hohes fachliches sowie fundiertes Wissen verfügten. Dazu haben vor allem solche Formen der politischen Weiterbildung beigetragen, wie Delegierungen an die Bezirksparteischule und Teilnahme an der Betriebsschule Marxismus/Leninismus.
Ihrer Schrittmacherrolle in den Kollektiven der Motorenbauer gerecht zu werden, bewiesen die Genossen in den Anfangsjahren mit der Verwirklichung folgender großer Taten. So erreicht die Produktion im letzten Jahr des ersten Fünfjahrplanes (1955) bereits 123 Prozent des Standes 1951 und das 9fache der Produktion von 1947. Initiativen, wie „Im Kollektiv sind wir mehr!", „Bester Meisterbereich", „Stafette der guten Taten", „APO-Stafette", „Jeder eine gute Tat für unsere gemeinsame Sache!" waren Parteitagsinitiativen. Stets konnte mit Gewißheit darauf vertraut werden, daß das Kollektiv der Motorenbauer unter Führung der Betriebsparteiorganisation bis heute durch die Realisierung der Beschlüsse der Parteitage der SED ein zuverlässiger Partner der Volkswirtschaft geworden ist.
Die Einführung von Neuerermethoden, wie z. B.
#              die Seifertmethode (die Komplexbrigade Faatz — F 01 — arbeitete als erste danach und sparte pro Monat 1259 Mark Lohn kosten ein),
#              der Abschluß von Ingenieurkonten mit dem ITP (z. B. I-Konten „Entwicklung einer luftgekühlten Motorenbaureihe" mit einem Nutzen von 1 Million Mark),
#              die Entwicklung des Dieselmotors 8 VD 14,5/12.5 SVW als Antrieb für den modernen Mähdrescher E 516,
sind Beispiele von Parteitagsinitiaven aus der großen Aufgabenpalette der Motorenbauer. Zu den Initiatoren von Bestzeiten in den Fertigungsbereichen, der neuen Form des sozialistischen Wettbewerbs usw., gehören Genossen; ein Beispiel für die Einführung von Bestzeiten in den Fertigungsbereichen waren die Genossen Rudi Wenig, Heinrich Richter, Bauer und Milius, um nur einige zu nennen. Schrittmacherkollektive im Kreis, Bezirk und Industriezweig und Spitzenplätze im Kombinatswettbewerb sind auf die ausgezeichneten Leistungen der Kommunisten unter den Motorenbauern zurückzuführen.
Wichtig war auch die Hilfe der Genossen bei der sozialistischen Umgestaltung der Landwirtschaft In vielen Agitationseinsätzen an den Wochenenden haben die Genossen beigetragen, daß diese Aktion erfolgreich abgeschlossen wurde. Aber auch bei der produktiven Hilfe in den Paten-LPG wurde großes geleistet. Ob in Sachsendorf, Brumby, Felgeleben, Biere usw. Größenordnungen von 24000 Stunden im Jahr standen auf dem Programm. Bis Sonnabendmittag im Betrieb arbeiten und dann den Nachmittag und den Sonntagvormittag für Erntearbeiten opfern, war schon eine Frage des Bewußtseins.
Nicht zuletzt beweisen die vielen Kollektiv- und Einzelauszeichnungen, wie „Banner der Arbeit", Ehrenbanner, Wimpel, Urkunden für das gesamte Kollektiv sowie die Einzelauszeichnungen „Karl-Marx-Orden", „Banner der Arbeit", „Vaterländischer Verdienstorden", „Verdienter Erfinder", „Held der Arbeit" usw., die hervorragenden Leistungen unter Führung der Partei.
Die Kommunisten unseres Betriebes werden auch in Zukunft ständig die Kampfkraft der Partei erhöhen und dafür sorgen, daß sich ihre politisch-ideologische und organisatorische Geschlossenheit weiter festigt und die Leninschen Normen des Parteilebens verwirklicht werden.
Uber 300000 Dieselmotoren
aus Schönebeck künden in über 40 Ländern unseres Erdballs vom Können und Fleiß der Werktätigen eines bedeutenden Dieselmotoren- und Maschinenbaubetriebes der Deutschen Demokratischen Republik, von der Leistung und Qualität seiner Erzeugnisse.
Dieselmotoren aus Schönebeck sind das Herz vieler Maschinenbauerzeugnisse unserer Republik, die vom Boden der Deutschen Demokratischen Republik ihren Weg in viele Länder des Erdballs antreten. Tausendfach sind so die Fäden geknüpft, die die Dieselmotorenbauer aus Schönebeck direkt und indirekt mit den Kunden des In- und Auslandes verbinden.
Die Dieselmotoren bau er aus Schönebeck sind ein Kollektiv hochqualifizierter Facharbeiter, Ingenieure, Ökonomen und Wissenschaftler, die ihren Betrieb, der am 6. September 1946 als sowjetische Aktiengesellschaft gegründet wurde, 1954 in ihre Hände, in die Hände der Werktätigen der Deutschen Demokratischen Republik, nahmen. Mit sowjetischer Hilfe, unter großen Anstrengungen und Fleiß entwickelten sie ihren Betrieb zu einem bedeutenden Dieselmotorenhersteller der Deutschen Demokratischen Republik.
„Schönebecker Motorenbauer", das ist ein Synonym für hochleistungsfähige Dieselmotoren, die nach bestandenem Leistungs- und Qualitätstest ihren Weg zu weltbekannten Finalproduzenten von Fahrzeug-, Land- und Baumaschinen nehmen oder als stationäre oder weitere mobile Aggregate für die verschiedensten Aufgaben ihren Einsatz finden.
Ob bei extremen Kältegraden Sibiriens, ob bei tropischen Temperaturen Kubas und Brasiliens oder Syriens — überall lösen die Dieselmotoren aus Schönebeck die ihnen übertragenen Aufgaben und haben ihre Bewährungsprobe zur vollsten Zufriedenheit der Kunden schon tausendfach bestanden. Die Dieselmotorenbauer aus Schönebeck sind in der Deutschen Demokratischen Republik ein geachteter Partner der Volkswirtschaft bei der Steigerung des Transportwesens, bei der effektiven Gestaltung des Bauwesens und besonders bei der weiteren Industrialisierung der landwirtschaftlichen Produktionsverfahren sowie bei der Erfüllung umfangreicher Exportverpflichtungen.
Die solide Qualität unserer Motoren und der Ruf als zuverlässiger Vertragspartner haben es ermöglicht, die Einsatzpalette der Motoren bau reihe VD 14,5 ständig zu erweitern. Beim Einsatz unserer Motoren in neue Aggregate und Arbeitsmaschinen machen wir es uns nicht leicht, gemeinsam mit dem Finalproduzenten werden durch unsere Konstrukteure die günstigsten Varianten entwickelt und durch Bereitstellung von Mustermotoren gründlich erprobt
Ausschlaggebend war und ist für die Motorenbauer die volkswirtschaftliche Bedeutung der Finalerzeugnisse und die Gewißheit, daß unsere Motoren in jedem Gerät und unter härtesten Bedingungen allen Anforderungen gerecht werden.
Daß wir damit richtig liegen, beweisen der Einsatz unserer luft- und wassergekühlten Motoren in Mähdreschern, Feldhäckslern, Ladern, Straßenhoblern, Straßenwalzen, Bohrgeräten, Baggern, Beregnungsanlagen, Dieselgabelstaplern, Dieselelektrokranen, Eisenbahndrehkranen, Mobildrehkranen, stationäre und fahrbare Generatorstationen, Schiffshaupt- und Schiffshilfsmaschinen sowie Traktoren.
Zu unseren Hauptabnehmern zählen die UdSSR, Polen, Kuba, Ungarn, CSSR u. a. Mit ihnen haben die Motorenbauer seit vielen Jahren sehr gute geschäftliche Kontakte, die die Grundlage für die ständige Weiterentwicklung unseres Exportes bilden.
Auf Grund unserer gezielten Marktarbeit entwickelt sich der Motorenexport von Jahr zu Jahr. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur positiven Entwicklung der Außenhandelsbilanz unserer Republik und schaffen die Voraussetzungen, wichtige Rohstoffe für unsere Industrie sowie Nahrungsgüter und Genußmittel für unsere Bevölkerung zu importieren.


Seht, was aus uns geworden ist!

Von alter Produktionsstätte zum modernen Betrieb des Motorenbaus







Moderne Transport- und Lagertechnologien schufen die Voraussetzungen zur Arbeitserleichterung für unsere Werktätigen und für einen effektiven Materialumschlag.

 

Bilanz unserer Entwicklung

1946

Im  Dezember 1946 begann bereits die Fertigung von Manometerprüfständen. Danach folgte die Produktion von:

  • Tachometerprüfständen
  • manometerprüfstand
  • Aufspannplatten
  • Wasserwirbelbremsen Typ D 4
  • Zündkerzenprüfständen
  • Wasserwirbelbremsen Typ E4
  • wasserwirbelbremse
  • Spezialbremsen Typ 4 S 900 Typ 4 S 260

Die Belegschaftsstärke beträgt 285 Werktätige und der Maschinenpark umfaßt 149 Maschinen.

1947

Der erste Dieselmotor aus Schönebeck -ein Zweizylinder-Viertakt-Dieselmotor mit einer Leistung von 20 PS bei 1500U/min bestand am 24. Dezember den Probelauf.

1948

Die Serienproduktion der Dieselmotoren DM 20 beginnt und ermöglicht den Bau von Diesel-Generatoren — Kompressoren - Pumpen - Aggregate und Schiffsmotoren
Adolf Hennecke, der Hauer aus Oelsnitz, wird zum Initiator der Aktivistenbewegung.
Seine Losung „Mehr produzieren - besser leben" leitet eine neue Etappe im wirtschaftlichen Aufbau ein.
Der erste Wirtschaftsplan wird erfüllt

1949

Die Aktivistenbewegung ergreift auch in unserem Betrieb die Initiative. Am 13. November findet die erste Aktivistenfeier statt Es wurden 8 Aktivisten des Zweijahrplanes geehrt
Die Produktion erreicht in diesem Jahr der Gründung der DDR, gegenüber dem Ergebnis des Jahres 1947, einen Stand von 287,5 Prozent

1950

Produktionsaufnahme des Dieselmotors DM 40 mit einer Leistung von 40 PS bei 1500 U/min und für die gleichen Einsatzzwecke wie dem DM 20.
Der III. Parteitag findet in Berlin statt
Es wird das Dokument „Der Fünfjahrplan zur Entwicklung der Volkswirtschaft der DDR" beschlossen.
Es entstanden unsere ersten sozialen Einrichtungen:

  • Speiseraumbaracke
  • speiseraumbaracke
  • und Sanitätsstelle

1951

Beginn des ersten Fünfjahrplanes.
Er wurde im Betrieb vorfristig erfüllt. Die Produktion erreichte im letzten Jahr des Fünfjahrplanes 123 Prozent des Standes von 1951 und das Neunfache der Produktion von 1947.
Um dem erweiterten Fertigungsprogramm und des wachsenden Bedarfs Rechnung zu tragen, stellt die Regierung der DDR Investitionsmittel bereit, um die Haupt-produktionshalle vergrößern zu können. Dadurch wird die Produktion verdoppelt.
Für unsere Volkswirtschaft wie auch für den Export werden neben den bisher produzierten Motorentypen Motore mit einer Leistung von 100 bis 150 PS benötigt.

Um schnell diese Bedarfslücke zu schließen, wird der Dieselmotor 4 KVD 18 aus dem VEB IFA-Werk Karl-Marx-Stadt übernommen und für die Produktion ab 1952 vorbereitet.

1952

Produktionsaufnahme des Dieselmotors DM 60 mit einer Leistung von 60 PS bei 1500 U/min.
Einführung der Bewegung für die Übernahme von Maschienen in persönliche Pflege nach dem Vorbild der Stachanowarbeiterin Nina Nasarowa.
Am 6. Februar 1953 wird von der Regierung der DDR die Verordnung über das Erfindungs- und Vorschlagswesen in der volkseigenen Wirtschaft verabschiedet

1953

Diese Gesetzgebung führt zu einer wesentlichen Verbesserung des Neuererwesens im Motorenbau.
Im August fast der Ministerrat der UdSSR den Beschluß, die restlichen 33 Betriebe unter sowjetischer Verwaltung in die Hände der Werktätigen der DDR zu übergeben.

1954

Unser Betrieb ist volkseigen und erhielt am 1. Januar den Namen
VEB Gerätebau Schönebeck
und wird der VVB Automobilbau, Hauptabteilung im Ministerium für Maschinenbau unterstellt.
Die Entwicklung der Wirtschaft der DDR und die abgeschlossenen Handelsverträge erfordern dringend die Erweiterung der Produktion von Dieselmotoren für Lastkraftwagen. Um den Bedarf decken zu können, wird vom VEB Kfz-Werk Horch Zwickau der 6-Zyiinder-14,5 SRW zur Produktion verlagert und bis Ende der 60er Jahre als Antriebsmaschine für LKW. Loks, Aggregate, Krane u.a.m. produziert.
Die Erfordernisse der Produktion und der Stand der Technik machen die Weiterentwicklung der KVD-Motorenbaureihe erforderlich.
Im Betrieb wird eine eigene Entwicklungsabteilung mit modernen Prüfständen geschaffen.
Es beginnt die Entwicklung der Baureihe 2, 3, 4 und 6 KVD 14.5 SRL (luftgekühlt). Dabei werden die Vorteile der sozialistischen Wirtschaftsführung deutlich.
Um einen hohen Stand der Arbeitsproduktivität zu ermöglichen, wurden für diese Baureihe alle nicht funktionsgebundenen Bauelemente der wassergekühlten Motoren KVD 14,5 übernommen.
Die Standardisierung der nicht typengebundenen Bauteile als Voraussetzung für die Anwendung rationeller Fertigungsverfahren leitet die schrittweise Oberwindung des bis 1954 vorherrschenden Werkstattprinzips durch die erzeugnisgebundene Reihenfertigung für die Baureihe KVD 14,5 ein.

1955

Ab 1. Januar tragen wir den Namen
VEB Dieselmotorenwerk Schönebeck
Der erste Fünfjahrplan der DDR wird auch in unserem Betrieb erfolgreich abgeschlossen. Die Produktion erreicht das Neunfache der Produktion von 1947.
Unser Werkskollektiv errang den 1. Platz im Wettbewerb des Ministeriums für All-gemeinen Maschinenbau und damit die
WANDERFAHNE.
Im Rahmen der Rentabilitätsbewegung wurde die
„100-Mark-Bewegung"
im Motorenbau ins Leben gerufen. Als erste schlossen sich dieser Bewegung die Genossin Frieda Bauer und die Genossen Fritz Buss und Rudi Munter an.

1956

Das Wachstum des Betriebes verlangt dringend den Bau neuer sozialer Einrichtungen. Es erfolgt die Grundsteinlegung für den Bau eines Sozialgebäudes.
25 Werktätige bitten um Aufnahme in die Partei der Arbeiterklasse.
Der Produktionsplan 1956 weist eine Übererfüllung von 4,5 Millionen Mark aus.
Das Ferienlager Langendembach wurde übergeben.

Blick auf das Sozial und Verwaltungsgebäude

Blick auf das Sozialgebäude und das Verwaltungsgebäude

1957

Für den im VEB Traktorenwerk Schönebeck in der Entwicklung befindlichen Geräteträger RS 09 wurde der Dieselmotor FD 21 (2 KVD 9 SVL) in Lizenz übernommen und weiterentwickelt zum FD 22 und bis 1965 in einer Stückzahl von 75000 Motoren produziert.
Von 1957 bis 1960 entstanden 5 Wohnblöcke mit 20 Wohnungen.
Gemeinsam mit der VVB Automobilbau bauten wir das Urlauberdorf „Boltenhagen".
Übergabe des Sozialgebäudes mit moderner Küche und anderen sozialen Einrichtungen.

1958

Das Wachstum der Produktion erfordert erneut die Vergrößerung der Produktionsfläche.
Partei und Regierung stellen neue Investitionsmittel zur Verfügung.
Im Zeitraum 1958 bis 1963 entstanden für den Motorenbau folgende Investitionsvorhaben:

  • ehemaliger Fertigungsbereich FD 21
  • eine Berufsschule
  • ein Prüfstand
  • diverse Lagereinrichtungen
  • ein Kesselhaus
  • eine Härterei
  • eine Montage
  • ein Werkzeugbau

Dafür standen zirka 5 Millionen bereit.
Zu Ehren des V. Parteitages der SED werden 6 Tage Planvorsprung erzielt.
Unsere Parteitagsdelegierte ist die Genossin Frieda Bauer.
Es erfolgte der erste Spatenstich zum Bau unserer Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft „Rudolf Diesel" durch die Bürgermeisterin der Stadt Schönebeck, Maria Krause.

Werkzeugbau und fertigungsbereich F 02

Werkzeugbau und fertigungsbereich F 02

1959

Durch den Beschluß des V. Parteitages der SED zum Aufbau einer leistungsstarken Bauindustrie fanden die Motoren unseres Betriebes neue Einsatzgebiete.
Durch ein Kollektiv der Hauptabteilung Forschung und Entwicklung wurde ein luft-gekühlter 12 Zylinderdieselmotor im Rahmen der Baureihe KVD 14,5 entwickelt und durch Verkürzung der Entwicklungszeiten bereits 1961 in die Produktion überführt.
Der Motor wurde für den Einsatz in schwere Bagger konzipiert
Die Seifert-Methode wird eingeführt
Es erfolgt der Start der „Stafette der guten Taten" zu Ehren des 10. Jahrestages der DDR.
Im Januar wurde im Betrieb die erste Betriebsverkaufsstelle mit Teilselbstbedienung der Konsumgenossenschaft im Kreis Schönebeck eingerichtet.
Aktionen „Roter Treff"
«Roter Kalender" und
„Steckbrief"
fanden verstärkte Anwendung im sozialistischen Wettbewerb.
Das Massenbedarfsgüterprogramm 1960 lautete:

  • 21450 Stück Brotschneidemaschinen
  • 5000 Stück Kohlekästen
  • 1300 Stück Gaskochertische

hinzu kamen Fensterecken und Futterkübel.

1961

Der Fertigungsbereich FD 21 erhält den Ehrentitel
„Kollektiv der sozialistischen Arbeit".
Ab Januar führen alle Brigaden ein
Brigadetagebuch.
Die 200 Jugendlichen in sozialistischen Brigaden erwirtschafteten auf das Konto „Junge Sozialisten"
147000 Mark
zu Ehren des Geburtstages der FDJ.
Auf Orientierung des 12. Plenums des ZK der SED wird die Mitrofanowmethode eingeführt F01 spart 1035285 Minuten ein.
Bei der Entwicklung des Dieselmotors 12 KVD 14.5 SVL spart das Entwicklungskollektiv 2,5 Jahre Entwicklungszeit.
Das bedeutet: = 2.5 Jahre früher störfrei vom NSW
= 22,7 Millionen Mark Deviseneinsparung
SAG „Störfreimachung vom NSW“ spart 63639 kg Import-Tiefziehblech ein.

1962

Für seine großen Verdienste bei der Entwicklung des Motors 12 KVD 14,5 SVL und der Baureihe 2-6 KVD 14,5 SRL wurde der Technische Direktor Ernst Voutta mit dem Titel
„Verdienter Techniker des Volkes"
Ausgezeichnet.

1963

Der VI. Parteitag der SED tagt in Berlin und legt die Perspektive der Wirtschaft der DDR für die Zeit bis 1970 fest
Unsere Parteitagsdelegierten sind die Genossen Werner Winkelmann und Günther Schäfter.
1964
Alle Meisterbereiche führen ein Haushaltsbuch.
Unsere FDJ-Grundorganisation wird Sieger im sozialistischen Wettbewerb zur Vorbereitung des Deutschlandtreffens und erhielt die
WANDERFAHNE.
Am 8. Oktober erfolgt der erste Spaten-stich zum Bau des Kinderferienlagers Warin durch den Betriebsdirektor Genossen Kurt Kolley und der Kampfgruppenhundertschaft des Betriebes.
7. Oktober 1964 - Das Ergebnis des sozialistischen Wettbewerbs zu Ehren des Jahrestages der DDR
Übererfüllung
IWP             = 705000 M
Gewinn PI    = 409000 M

1965

Im I. Quartal wird die Saratow-Methode (fehlerfreie Arbeit) im Motorenbau eingeführt.
Am 19. März wird der 100000. Motor produziert.
Es wird mit der Modernisierung der Motorenbaureihe KVD 14,5 wasser- und luftgekühlt begonnen.
Die Modernisierung bedeutet:
Leistungssteigerung — Gebrauchswerterhöhung — längere Lebensdauer.

1966

Die Keilriemenscheibenfertigung wird Jugendobjekt im F 01.
Das Dieselmotorenwerk Schönebeck besteht
20 Jahre.
Beginn der Oberführung der ersten modernisierten Motoren VD 14,5/12 - 1 SRW/ SRL in die Produktion.
Das Zentralkomitee der SED und der Mi-nisterrat der DDR führen eine Rationalisierungskonferenz durch.
Die Beschlüsse sind auch für die Motorenbauer Grundlage für die Konzentration aller Kräfte auf die rasche Steigerung des Nationaleinkommens durch komplexe Rationalisierung.
Im Zeitraum 1962 bis 1966 steigert sich unser Exportprogramm auf 745 Prozent bei Lieferung unserer Motoren in 29 Länder.

1967

Die Erreichung des wissenschaftlich-technischen Höchststandes unserer Erzeugnisse sind das Ergebnis der Initiative unseres Betriebes im sozialistischen Wettbewerb.
Unser Betrieb wurde für diese hohen Leistungen am 1. Mai 1967 mit dem Orden
„Banner der Arbeit"
ausgezeichnet.
69 Kollektive erwirtschafteten im 1. Halbjahr 1967 eine Zusatzproduktion von 826 TM.
69 Kollektive erarbeiten 442 Kollektiv- und Einzelverpflichtungen.
122 Neuerervorschläge erbringen eine Einsparung von 161 TM.
Ehrenurkunde des ZK der SED
und
Wanderfahne
der Kreisleitung der SED
an die Motorenbauer verliehen.

1968

Am 8. März wurde der Erweiterungsbau des Kindergartens mit einer Kapazität von 36 Plätzen übergeben.

Rationalisierungsmaßnahme „Brenn­schneidemaschine für Gegenmasse" im Einsatz.

Nutzen = 323,4 TM

Schrittmacherposition der Motorenbauer im Kreis-, Bezirks- und Industriezweig-Maßstab.

Übererfüllung des Produktionsplanes mit 600 TM.

1969

Unser Parteiauftrag:

Entwicklung des Dieselmotors Typ 8 VD 14.5/12.5 - 1 SVW für Bagger des VEB Zernag Zeitz zum Einsatz in der Sowjetunion.

Bis Januar 1969 wurden 529 Motorenbauer als „Aktivist" und 12 Kollektive mit dem Titel
„Kollektiv der sozialistischen Arbeit" geehrt

Für hervorragende Leistungen im sozialistischen Wettbewerb wird das

„Ehrenbanner des ZK der SED"

an die Dieselmotorenbauer verliehen.

Bis Januar 1969 wurden 529 Motorenbauer als „Aktivist" und 12 Kollektive mit dem Titel

„Kollektiv der sozialistischen Arbeit"

geehrt

Für hervorragende Leistungen im sozialistischen Wettbewerb wird das

„Ehrenbanner des ZK der SED"

1970

Im Rahmen des Leninaufgebotes der FDJ wird in Anwesenheit des 1. Sekretärs der SED-Kreisleitung, Genossen Kühnau, das Objekt

Dieselmotor 8 VD 14,5/12,5 - 1 SVW Funktionsmusterbau

— Jugendobjekt —

Das Jugendobjekt erhält MMM-Gold.

Anläßlich des 20jährigen Bestehens der BSG Motor

  • Einweihung einer neuen Sportanlage
  • Sportler leisten 7000 NAW-Stunden.

1971

Unser Delegierter zum VIII. Parteitag der SED ist der Genosse Kurt Kolley, Betriebsdirektor.

Ehrentitel

„Energiewirtschaftlich vorbildlicher Betrieb"

Und

„Ehrenurkunde des ZK der SED"
anläßlich des VIII. Parteitages der SED erhalten.

1972

 Die Dieselmotorenbauer erfüllen den Beschluß des VIII. Parteitages, mehr und neue Konsumgüter zusätzlich zu produzieren.

Die ersten 10000 Wandwäschetrockner werden an den Handel ausgeliefert

Verleihung des Ehrennamens „Einheit der DSF" an die Kampfgruppen-Einheit des DMS.

1973

Die Dieselmotorenwerker mit ihren Veteranen gestalten in Vorbereitung der Feier „750 Jahre Schönebeck" den Bierer Berg als Naherholungszentrum.

In 4000 Aufbaustunden wurde ein Wert von 68000 Mark erarbeitet.

Neue Impulse im sozialistischen Wettbewerb durch 200 Einzel- und Kollektivverpflichtungen in persönlich- und kollektivschöpferischen Plänen.

Zu Ehren des 20jährigen Bestehens der Kampfgruppe — Verleihung der

Truppenfahne

Und

Ehrenschleife

an unsere Kampfgruppeneinheit.

30. November, Übergabe eines neuen Betriebswohnblocks an 15 Familien.

Jahresplan 1973 mit 102,1 Prozent erfüllt, im Gegenplan werden 2 Millionen Mark erwirtschaftet.

Zum zweiten Mal das

„Banner der Arbeit"

den Titel
Betrieb der vorbildlichen Ordnung und Sicherheit

erkämpft und die

„Ehrenschleife des ZK der SED"

erhalten.

Anläßlich des 1. Mai wurde dem Genossen

Rudi Wenig

die höchste Auszeichnung der DDR, der

„Karl-Marx-Orden"

verliehen.

Die Kampfgruppeneinheit unseres Betriebes erhielt den verpflichtenden Namen des Antifaschisten

„Willi Sonnenberg"

Einführung des „Paß des

schöpferischen Ingenieurs".

Übergabe einer neuen Ambulanz.

1975

Jugendbrigade „Ernst Thälmann" folgte dem Aufruf der IG Metall zur Leistung von Initiativschichten als Schrittmacher im DMS. Wettbewerbsziel — Zeitsenkung mit

127,2 Prozent erfüllt.

Der Zirkel „Bildende Kunst" als hervorragendes Volkskunstkollektiv ausgezeichnet. Die ausgezeichneten Leistungen unserer Werktätigen zu Ehren des 30. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus wurde mit der

„Ehrenschleife der Bezirksleitung der SED"

gewürdigt.

Die IWP steigt von 1971 bis 1975 um 48,5 Prozent, der Export um 27,4 Prozent = Steigerungsrate von 41,8 Prozent.

Damit erhöhte sich das Produktionsvolumen auf 142 Prozent, wobei der Grund Grundmittelbestand nur auf 115 Prozent und die Produktionsfläohe sich nur um 4 Prozent erweiterte.

1976

Parteiauftrag an die Grundorganisation der SED unseres Betriebes:

- Gewährleistung der Serienproduktion 8 VD 14,5/12,5-1 SVW ab September 1977 als Antriebsmotor für den Mähdrescher E 516.

Gewachsen mit der Partei — gewachsen mit der Republik — das Dieselmotorenwerk Schönebeck besteht

30 Jahre.

Hohe Leistungen — hohe Auszeichnungen

  • Betrieb der vorbildlichen Ordnung und Sicherheit
  • Ehrenschleife der Bezirksleitung der SED
  • Energiewirtschaftlich vorbildlich arbeiten-der Betrieb

 

Grundsteinlegung am 16. Dezember für das Investitionsvorhaben „Produktionsstätten für den Dieselmotor 8 VD 14,5/12,5 SVW" in Anwesenheit des Genossen Alois Pisnik, Mitglied des ZK der SED und 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung.

1977

Der Dieselmotor 8 VD erhielt auf der Leipziger Messe die
Goldmedaille
und die ersten 20 Fertigungsmuster wurden dem VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen für den Einbau in den Mähdrescher E516 übergeben.
Unser Rechenzentrum erhielt den EDVA vom Typ KRS 4201.
Für langjährige kontinuierliche Planerfüllung und Übererfüllung (IWP und Export) erhielten die Dieselmotorenwerker die
Wanderfahne des Generaldirektors der VVB Automobilbau
Und die
Ehrenschleife der Bezirksleitung der SED.

1978

1. Januar — Der VEB Dieselmotorenwerk Schönebeck wird in das Kombinat Fort-schritt Landmaschinen- und Fahrzeugbau eingegliedert.
Der Fertigungsbereich 04 begann mit der Produktionsaufnahme in der neuen Halle (Objekt Halle 90).
Genosse Hans Berg, Hauptkonstrukteur, mit dem Titel
«Verdienter Erfinder"
ausgezeichnet und der
„Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland"
in Gold an unsere Kampfgruppeneinheit „Willi Sonnenberg" verliehen.

Motormontage 8 VD 14,5/12,5 SVW

Motormontage 8 VD 14,5/12,5 SVW

1979

Im I. Quartal wurde der 1000. 8 VD-Motor dem Versand übergeben. Alle Motoren tragen das Gütezeichen „Q".

Zylinderblockfertigung

Zylinderblockfertigung

1980

Für 4 Millionen zusätzliche Warenproduktion, erfolgreiche Einführung der Schwedter Initiative und hervorragenden Leistungen im sozialistischen Wettbewerb erhielten die Dieselmotorenwerker die
Wanderfahne
und einen
Ehrenwimpel der SED-Bezirksleitung.
35 Jahre FDGB - Bewährter Kurs, bebewährte Führung, Hauptergebnisse erfolgreicher Arbeiterpolitik auch in unserem Betrieb.
Das „Buch der guten Taten" wurde zu Ehren des X. Parteitages der SED von den Dieselmotorenwerkern mitgeschrieben.
Durch gute Ausbildungsergebnisse errangen die kubanischen Werktätigen unseres Betriebes im Wettbewerb der kubanischen Arbeitsgruppen im Bezirk die
Wanderfahne.

1981

Genosse Werner Meyer, unser Delegierter zum X. Parteitag der SED.
Zu Ehren des X. Parteitages der SED wurde im Rahmen des Rationalisierungsmittelbaus eine Nockenformdrehmaschine hergestellt und damit
400000 Valuta-Mark eingespart.
Jugendbrigade „DDR 30" als
„Hervorragendes Jugend kollektiv der DDR"
ausgezeichnet.
Unser Kollege Rudi Zucker wurde
„Verdienter Meister des Sports".
Die hohen Leistungen des Betriebsdirektors Genossen Kurt Kolley wurden mit dem
Vaterländischen Verdienstorden
in Silber gewürdigt.
Die Entwicklung und Produktion des Dieselmotors 8 VD 14,5/12,5 SVW ATL (Turbolader) wurde zum
Jugendobjekt
erhoben.

1982

Der erweiterte Rationalisierungsmittelbau wurde seiner Bestimmung übergeben.
Das Produktionsprogramm wurde durch 8 VD-Kuba-Stationen und 8 VD-Schiffsmotoren erweitert.

1983      

In den Monaten März bis Mai wurden

  • ein modernes Hochregallager
  • der   1.   Bauabschnitt  „Hallenteil   des Werkzeugbaus"
  • Prozeßrechner  in  der Abteilung  Forschung und Entwicklung

ihrer Bestimmung übergeben.

Die ausgezeichneten Leistungen der Betriebssektion der KDT wurden mit der höchsten Auszeichnung der KDT, der
„Ernst-Abbe-Medaille"
gewürdigt.
Am 8. November erfolgte der Ehrenstart des ersten Prinzipmustermotors 8 VD, geeignet für den Untertagebetrieb im Kalibergbau.

Hochregallager in WERK II

Hochregallager in WERK II

1984

In der Gesamtauswertung des Leistungsvergleichs der Kombinatsbetriebe belegte unser Betrieb unter 17 Betrieben den 1. Platz und wurde mit der
Wanderfahne
ausgezeichnet.
Die Inbetriebnahme der „Plauener Einheit" BWX630 und BWEX 630 führt zur Steigerung der Arbeitsproduktivität
Die Durchsetzung der Null-Fehler-Produktion wird zum Wesensmerkmal aller Motoren bau er.
„Hervorragende Neuerer des Kombinates"
wurden die Kollegen Rosenhahn und Winder.
Mikroprogrammsteuerung MPS 100 (erste Eigenentwicklung) wurde in Betrieb genommen.
Für seine langjährigen hervorragenden Leistungen bei der Stärkung der DDR auf politischem und ökonomischem Gebiet wurde der Genosse Konrad Brandt mit dem Ehrentitel
„Held der Arbeit"
geehrt
Das Kollektiv der „Technologischen Einheit zur Bearbeitung von Gegenmassen" wurde mit dem
„Banner der Arbeit" Stufe III
ausgezeichnet
Die 69 Kollektive unseres Betriebes haben im Planjahr 1984 den Ehrentitel »Kollektiv der sozialistischen Arbeit" verteidigt
Alle Kollektive beendeten im Planjahr 1984 mit übererfüllten Plänen einen Planvorsprung von 4 Tagen und den 3. Platz in den Wettbewerbsergebnissen des Kombinates als Kombinatsbetrieb VEB Dieselmotorenwerk Schönebeck

1985

In Durchführung der Beschlüsse, zur Erhöhung der Effektivität der Planung und Leitung wirtschaftlich und dynamisch starke Kombinate und Betriebe zu schaffen, wer­den die Betriebe VEB Traktorenwerk und VEB Dieselmotorenwerk ab 1. Januar 1985 zu der Wirtschaftseinheit VEB Traktoren-und Dieselmotorenwerk Schönebeck zu­sammengelegt
Am 2. Januar 1985 erfolgt in Anwesenheit des Genossen Edmund Jung, 1. Sekretär der SED-Kreisleitung, der gemeinsame er­folgreiche Start in das neue Planjahr. Am 7. Januar 1985 verursachte im Werk II ein Großbrandeinen hohen Schaden im Fertigungsbereich 21. Durch Unterstützung der Partei, des Staates und der hohen Ein­satzbereitschaft der Werktätigen wurde der volkswirtschaftliche Schaden so gering wie möglich gehalten. Dank vieler Aktivitäten von Arbeitern und Angehörigen der Intel­ligenz des Traktoren- und Dieselmotorenwerkes wurden die Produktionsbedingun­gen normalisiert und rationalisiert Im Fertigungsbereich 22 des Motorenbaus führen die NC-Dreher einen Leistungsver­gleich unter der Losung „Mein Arbeits­platz — mein Kampffeld für den Frieden". Das hohe Niveau der Wettbewerbsführung der KDT-Bereichssektion Motorenbau be­weisen 112 PSI, davon 9 mit der Note „aus­gezeichnet", und 69 mit der Note „sehr gut".
Zu Ehren des 40. Jahrestages des Sieges der Sowjetarmeeüber den Hitlerfaschis­mus leisten die Motorenbauer Höchstleistungs- und Sonderschichten, die der Ab­sicherung der Planerfüllung dienen.
Bis zum 8. Mai wurden
9934 Stunden Fertigungszeit eingespart
54980 TM Materialeinsparung und
36 Ratio-Schecks abgerechnet.
Die GO Motorenbau errang im I. Quartal das Wettbewerbsbanner der Zentralen Parteileitung.
Die Genossen des Direktorates Technik stellen ihre Aufgaben unter das Kampf­ziel „11 mal von uns das Beste zum XI. Parteitag der SED".
Unter Parteikontrolle steht die termin- und qualitätsgerechte Erfüllung der Par­teitagsobjekte.
Alle Kollektive des Motorenbaus arbeiten ab 1. Oktober 1985 nach den Kennziffern des Jahres 1986.
Auf der Leipziger Herbstmesse 1985 wird das 10000. Dieselaggregat DA 55 an Kuba übergeben.

1986

Planstart in das Parteitagsjahr 1986 er­folgt bei den Motorenbauern mit Höchst­leistungen zu Ehren des XI. Parteitages der SED. Bekenntnis der Kommunisten des Motorenbaus in Auswertung der 18. Kreis­delegiertenkonferenz der SED


„Arbeitszeit ist Leistungszeit"

Dabei wurden im FB 24 zu Ehren des XI. Parteitages 120 Kurbelgehäuse 6 VD-Wasser mit einem Wert von 485000 Mark zusätzlich produziert.
Die Veteranen-AGL des Motorenbaus unter Leitung ihres Vorsitzenden Franz Bartels übernimmt die Verpflichtung, die Anlagen des Bierer Bergs in Vorbereitung der Arbeiterfestspiele zu gestalten.
In den Jahren von 1946 bis 1986 haben die Arbeiter, Angestellten und Angehöri­gen der Intelligenz des Motorenbaus unter der führenden Rolle der Partei ihren kon­kreten Anteil zum Aufbau der entwickelten sozialistischen Gesellschaft in der DDR und zur Sicherung und Erhaltung des Frie­dens geleistet.
Diese erfolgreichen 40 Jahre Motorenbau sind für uns Ansporn zur Realisierung der Beschlüsse des XI. Parteitages der SED zur weiteren Entwicklung der Volkswirt­schaft und zur Lösung der Hauptaufgabe beizutragen.